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Aktuelle Nachrichten aus dem Diakoniewerk

30.06.2016

Mit moderner Technik gegen Demenz

Die App fragt nicht nur Wissen ab, sondern unterhält auch mit altbekannter Musik.

Das Diakoniewerk geht neben den bewährten auch moderne Wege und testet die Tablet-gestützte Aktivierung in der Begleitung von Menschen im Alter.

GALLNEUKIRCHEN. Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der FH Hagenberg entwickelte Elisabeth Hackner eine Anwendungssoftware für Menschen im Alter. Die Klientinnen und Klienten des Diakoniewerks testen seit März die App und liefern wertvolles Feedback zur Weiterentwicklung. Ziel der Software ist die Stimulierung und das Gedächtnistraining von Menschen im Alter bzw. Menschen mit dementiellen Erkrankungen. Anhand verschiedener Aufgaben wird zum Beispiel das Wissen über Redewendungen abgefragt. Die Lösung der Aufgaben dauert in etwa eine viertel Stunde, bringt Abwechslung in den Alltag der Seniorinnen und Senioren und stärkt den Selbstwert.

„Das Diakoniewerk arbeitet mit bewährten und erfolgreichen Methoden in der Begleitung von Menschen im Alter sowie Menschen mit Demenz. Wir sind jedoch offen für moderne Technik sowie neue Ansätze. Aus diesem Grund unterstützen wir das innovative Projekt von Frau Hackner sehr gerne“, zeigt sich Diakoniewerk Oberösterreich - Geschäftsführer Johann Stroblmair begeistert.

Die positive Wirkung von Tablet-Anwendungen bei Menschen mit Demenz wurde bereits im Rahmen einer Studie der Berliner Charité belegt. Effekte ließen sich unter anderem in der gesteigerten Kommunikationsbereitschaft und dem verbesserten Wohlbefinden der Studienteilnehmer erkennen. Das Ziel des Projektes liegt laut Elisabeth Hackner in der Etablierung der App. Ihr Wunsch wäre es, dass die Software nach dem Feinschliff für Interessenten zum Download frei verfügbar ist.


Die App fragt nicht nur Wissen ab, sondern unterhält auch mit altbekannter Musik. Elisabeth Hackner und Romana Obermüller, Leitung der Tagesbetreuung des Diakoniewerks in Gallneukirc Hedwig Höbarth testet die App seit März, Romana Obermüller unterstützt, Elisabeth Hackner beobachtet