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Aktuelle Nachrichten aus dem Diakoniewerk

10.09.2016

Haus für Senioren Bad Zell eröffnet

Das Haus für Senioren Bad Zell bietet 48 Seniorinnen und Senioren in vier Hausgemeinschaften ein neues Zuhause. Am 8. September wurde es nun offiziell eröffnet.

BAD ZELL. Das Haus für Senioren Bad Zell wurde am 8. September im Beisein zahlreicher Politiker und Gäste offiziell eröffnet. Bereits im Februar bezogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner das moderne Haus am Rande von Bad Zell, welches in einer zweijährigen Bauphase errichtet wurde. Nach der schrittweisen Besiedelung der vier Hausgemeinschaften folgte nun in einem offiziellen Festakt die Vorstellung und Einweihung des Hauses.

„Am Ende des Tages zählt es, für Menschen im Alter ein neues zu Hause zu finden und Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine angenehme und angepasste Betreuung anbieten zu können“, streicht Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer das Ziel des Neubaus hervor. 

Vernetzung im Ort durch „Mehr Zeller Nachbarschaft“
Sowohl Diakoniewerk Oberösterreich-Geschäftsführer Johann Stroblmair als auch Bürgermeister Hubert Tischler betonten die gute Vernetzung und Eingliederung des Hauses in den Ort. Bereits vor der Besiedelung wurde gemeinsam mit den Bürgern, den Vereinen, der Pfarre und weiteren Organisationen und Gruppen das Projekt „Mehr Zeller Nachbarschaft“ ins Leben gerufen. Ein Besuchsdienst, ein gemeinsamer Mittagstisch und ein Mobilitätsdienst sollen dazu beitragen, dass alle Altersgruppen ihr Leben in Bad Zell gut gestalten können.

„Das Haus für Senioren Bad Zell ist das fünfte Hausgemeinschaftsmodell des Diakoniewerks in Oberösterreich. Neben unseren langjährigen Erfahrungen mit diesem Modell sind in dieses Haus auch die Erkenntnisse der Sozialraumorientierung miteingeflossen. Daher wurde im Zuge der Projekterstellung nach dem gefragt, was die Menschen brauchen, um hier in Bad Zell gut miteinander leben zu können“, hebt Rektorin Christa Schrauf die gelungene Vernetzung des Hauses in der Gemeinde hervor.

Erfolgreiches Modell der Hausgemeinschaften
Das Diakoniewerk betreibt seit 2005 Hausgemeinschaften und nimmt damit eine Vorreiterrolle in der Seniorenarbeit in Österreich ein. Hausgemeinschaften sind eine familienähnliche Wohn- und Lebensform für Menschen im Alter mit hohem Unterstützungs- und Pflegebedarf, die vor allem für an Demenz erkrankte Personen geeignet ist.

Überschaubarkeit, Geborgenheit und Gemeinschaft sind grundlegende Prinzipien. Die gut strukturierten Räume ermöglichen insbesondere älteren Menschen eine wesentlich bessere Orientierung und sorgen für mehr Sicherheit, Geborgenheit und Lebensqualität. Das wesentliche Merkmal der Hausgemeinschaft ist die Alltagsbegleitung durch Alltagsmanager. Jede Hausgemeinschaft stellt eine eigene Einheit dar, in der die Gemeinschaftswohnküche das Zentrum bildet und sich somit familiäres Leben entfalten kann. Hier werden die Mahlzeiten gekocht, falls gewünscht auch gerne gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.

In jeder Hausgemeinschaft leben zehn bis zwölf ältere Menschen, denen jeweils ein eigenes Zimmer mit Vorraum, Bad und WC zur Verfügung steht. Diese „eigenen vier Wände“ können nach individuellen Vorstellungen möbliert und gestaltet werden.