Inhaltsbereich:

Aktuelle Nachrichten aus dem Diakoniewerk

03.12.2016

Viele Schritte sind es, hin zur Gleichstellung.

Integrative Beschäftigung: Frau arbeitet im Baumarkt in der Pflanzenabteilung

Am 3. Dezember ist internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Vieles hat sich in den letzten Jahren für Menschen mit Behinderung verbessert. Die Integrative Beschäftigung ist ein Puzzleteil am Weg zur Gleichstellung.

GALLNEUKIRCHEN. Unter „Integrativer Beschäftigung“ werden Maßnahmen „Fähigkeitsorientierter Arbeit und Aktivität“ verstanden, die außerhalb von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung bei Kooperationsbetrieben gesetzt werden, mit Begleitung einer Fachkraft aus der Behindertenarbeit.

Das Diakoniewerk konnte 2011 den ersten Integrativen Beschäftigungsbetrieb gewinnen, den Lebensmittelmarkt „Winkler Markt“ in Linz. Heute arbeitet das Diakoniewerk mit mehr als 15 Partnerunternehmen in Oberösterreich und Tirol zusammen – von Billa bis zu KTM - und begleitet Menschen dabei, ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten auszuloten und einzusetzen.

Die Dienstleistungen, die Menschen mit Behinderung in Kleinbetrieben, Märkten und öffentlichen Einrichtungen erbringen, sind vielfältig und geben ihnen die Chance, ihre reichhaltigen individuellen Fähigkeiten erfolgreich einzubringen. Begleitet werden sie dabei von Mitarbeitenden des Diakoniewerks.

„Wichtig ist, dass wir Menschen mit Behinderung etwas zutrauen, sie ermächtigen, etwas auszuprobieren, auch wenn es möglicherweise nicht gleich die richtige Tätigkeit ist. Wenn wir das zulassen und sie gut begleiten, sind ungeahnte Entwicklungen möglich, das zeigt die Erfahrung“, betont Marina Meran, Leiterin der Integrativen Beschäftigung des Diakoniewerks in Hopfgarten/Tirol.

Arbeiten, wie ich will.

Helmut B. arbeitet seit 2003 in der Garten- und Landschaftsgestaltung (GaLa) des Diakoniewerks in Engerwitzdorf (OÖ). Ob Rasen mähen, Hecken schneiden, Laub rechen oder Schnee schaufeln – Helmut B. teilt sich seine Aufgaben selbst ein und erledigt sie gewissenhaft. Mehr dazu... 

Alfred S. arbeitet derzeit im Kooperationsbetrieb Raiffeisen Lagerhaus in Hopfgarten (Tirol). Der 17-Jährige hat Lernschwierigkeiten, ging deshalb im Sozialpädagogischen Zentrum Mariatal zur Schule und kann nun im Rahmen der Integrativen Beschäftigung gut begleitet seine Fähigkeiten stärken und erweitern. Mehr dazu…

„Hoffnung braucht ein Ja!“ lautet die aktuelle Kampagne der Diakonie in Österreich, die auf Menschen und Projekte aufmerksam machen will, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern. Die HoffnungsträgerInnen, wie Alfred und Helmut erzählen ihre ganz persönliche Geschichte. Es sind Menschen, die auf sich und ihren besonderen Lebensweg aufmerksam machen wollen. Es sind Menschen, die Hoffnung schenken, wie freiwillig Engagierte, und Menschen, die Hoffnung erfahren.

„Menschen mit Behinderung brauchen unser bedingungsloses Ja, unsere konsequente Solidarität, damit sie weitgehend selbstbestimmt und selbstständig leben können. Die Vision von einer inklusiven Gesellschaft, in der alle in Würde leben können, braucht das kräftige Ja aller Beteiligten, insbesondere das von Politik und Wirtschaft“, betont Rektorin Mag. Christa Schrauf.


Integrative Beschäftigung: Frau arbeitet im Baumarkt in der Pflanzenabteilung