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Aktuelle Nachrichten aus dem Diakoniewerk

15.03.2018

Appell gegen Zerstörung der Integration

Das Zusammenhelfen hat in OÖ im Zuge der Fluchtbewegung sehr gut funktioniert – dank der Zivilgesellschaft ist eine unglaubliche Stimmung der Solidarität entstanden. NGOs, Bildungseinrichtungen, Kirchen und rund 10.000 HelferInnen waren engagiert, um ausreichend menschenwürdige Quartiere für Geflüchtete zu organisieren, beim Ankommen zu unterstützen und Schritt für Schritt Integration zu leben. Dank dieser Zusammenarbeit ist es in OÖ gelungen, Asyl und Integration dezentral umzusetzen – mit diversen Angeboten von geförderten Deutsch-Kursen, Bildungsmaßnahmen, Lehrstellen, Privatverzug u.a.m. Doch viele dieser Errungenschaften sind nun in Gefahr und drohen an fehlender Finanzierung, Kürzungen, Unsicherheiten zu scheitern.

Soziale Träger und NGOs, die schon zu Beginn der Fluchtbewegung aktiv waren und einen möglichst guten Ablauf von Grundversorgung und Integration ermöglicht haben – stehen nun gemeinsam auf, um mit der Bundesregierung möglichst rasch den Dialog zu suchen und Integration weiterhin zu ermöglichen.

Fortführung der Integration in Oberösterreich

Das Diakoniewerk unterstützt seit 2014 das Land Oberösterreich bei der Aufnahme von hilfs- und schutzbedürftigen Menschen im Rahmen der Grundversorgung und übernimmt damit Aufträge zur Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen. So können jene Menschen, die aufgrund der geopolitischen Lage auf der Flucht sind, unterstützt werden, ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit führen zu können.

Damit die Grundversorgung weiterhin gewährleistet werden kann, müssen ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Nur so können der soziale Friede und das gute Miteinander weiterhin funktionieren. Durch Kürzungen im Förderwesen entstehen Lücken, die nicht mehr aufgefangen werden und langfristige Auswirkungen haben können.
„Das ausgebaute Netzwerk der professionellen NGOs nach den Vorgaben und in Abstimmung mit der Politik des Landes OÖ, sorgt für eine angemessene Grundversorgung für Menschen auf der Flucht in Oberösterreich. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend und muss auch weiterhin so bleiben, damit das gemeinschaftliche Zusammenleben aller Menschen in Oberösterreich gut begleitet ist,“ so Dr. Johann Stroblmair, GF des Diakoniewerks OÖ.