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23.11.2017

Freiwillige machen vieles erst möglich. Dankbar sind beide Seiten.

Freiwillig Engagierte unterschiedlichen Alters bereichern den Alltag für viele Menschen. Helga N. ist eine von ihnen, sie begleitet einen kleinen Jungen mit Behinderung. Für das Diakoniewerk ist sie eine wichtige Ergänzung im Arbeitsalltag, die nicht mehr wegzudenken ist, denn sie macht mit „ihrer Zeit“ vieles erst möglich.

GALLNEUKIRCHEN. Sie sind zwischen 18 und 90 Jahre alt und schenken eines der wichtigsten Dinge im oft hektischen Arbeitsalltag: nämlich Zeit - für SeniorInnen, Menschen mit Behinderung, Kinder und Flüchtlinge. Das steigende Engagement aus der Bevölkerung ist für das Diakoniewerk von unschätzbarem Wert. Österreichweit arbeiten rund 800 freiwillige Engagierte im Diakoniewerk mit.

Helga N. ist seit Mai 2017 in einer Wohneinrichtung des Diakoniewerks für Menschen mit Behinderung in Oberösterreich freiwillig tätig. Sie besucht einen Jungen im Alter von 6 Jahren zwei Mal die Woche und verbringt Zeit mit ihm - zumeist gehen die beiden spazieren.
„Ich bin dadurch, dass mein Mann verstorben ist wieder nach Gallneukirchen gezogen und nach dem ich nun mehr Zeit habe, wollte ich mir wieder etwas Freiwilliges suchen. Ich möchte anderen Zuwendung schenken und finde, das Glück strahlt auf den Helfer zurück“, ist Frau N. überzeugt.

Fragt man Helga N. was sie aus diesen Besuchen mitnimmt, so antwortet sie: „Es ist für mich eine große Bereicherung und ich sehe auch wie Jonas* sich positiv entwickelt. Er lacht sehr viel. Ich bin dankbar, dass ich ihm helfen kann. Die Dankbarkeit kommt auch zurück. Hinterher ist so viel Freude in mir.“

„Freiwilliges Engagement hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Viele Menschen wollen sich kurzzeitig engagieren, zum Beispiel an einem Tag, wie z.B. Silvester, Zeit schenken. Immer mehr Paare oder auch Familien wollen sich gemeinsam einbringen. Dann gibt es wiederum junge SeniorInnen, die aus einem sehr aktiven Wirtschafts- und Geschäftsleben in die Pension wechseln und sich einbringen wollen mit sehr konkreten Vorstellungen. Sie sind voller Tatendrang und können sich vieles vorstellen, anderes wieder nicht“, unterstreicht Mag.a Isabel Beuchel, erfahrene Freiwilligenkoordinatorin im Diakoniewerk.

Helga N. erzählt auch von früher, von ihrem vorherigen Wohnort, wo sie sich auch bereits engagiert hat. Sie hat in der Pfarre geholfen, betagte BewohnerInnen aus dem Seniorenheim zur Messe begleitet und auch Geburtstagsbriefe der Pfarre verteilt. Seit Beginn des Jahres lebt Helga N. im Wohnprojekt LeNa in Gallneukirchen. LeNa steht für Lebendige Nachbarschaft. Diese Nachbarschaft lebendig zu machen, ist auch ihr wichtig. Sie hat bereits Kontakt zu den Nachbarn und auch ihre Hilfe angeboten. Herrn B. hat sie einmal etwas vorgelesen, hat ihm bei einem Telefonat geholfen und manchmal bringt sie ihm eine Mehlspeise. Mehr kann sich noch entwickeln, ist sie überzeugt.

„Wir unterscheiden heute zwischen formellem und informellem Freiwilligenengagement. Das eine findet in einer Organisation, wie dem Diakoniewerk, oder einem Verein statt. Das andere passiert im privaten Umkreis, im Sinne der Nachbarschaftshilfe. Beides ist gleichauf notwendig und wichtig. Wohnkonzepte, wie im Wohnquartier LeNa, bauen auf informelles Engagement auf, begleitet von einer Wohnkoordinatorin“, so Isabel Beuchel.

Der 5. Dezember will als UN-Gedenk- und Aktionstag das Freiwilligenengagement in den Blickpunkt rücken. Im Diakoniewerk ist der eigene Freiwilligen-Tag, der alljährlich für alle freiwillig Tätigen im Herbst veranstaltet wird, ein Zeichen der Wertschätzung und Ausdruck der Dankbarkeit für ihr Engagement.

*Name zum Schutz der Persönlichkeit geändert.

Kontakt:
Mag.a Isabel Beuchel
Freiwilligenkoordination
Tel. 07235 65 505 1813
i.beuchel@diakoniewerk.at
www.diakoniewerk.at/de/freiwillige-mitarbeit/

Bilder: Diakoniewerk/Abdruck honorarfrei.
Bildtext: Eine große Bereicherung ist es für Helga N., Zeit mit Jonas zu verbringen und seine Entwicklungsschritte mitzuverfolgen.

Rückfragen:
Mag.a Daniela Scharer, MBA
Kommunikation & PR
Diakoniewerk (Zentrale)
Telefon 07235 65 505 1310
Mobil 0664 220 16 25
d.scharer@diakoniewerk.at
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