23.10.2018

100 Jahre Haus für Senioren Wels

Wels

Das Haus für Senioren Wels feierte kürzlich bei einem Fest mit zahlreichen Gästen, den BewohnerInnen und den Mitarbeitenden sein 100-jähriges Jubiläum. Mit der Übernahme des Altersheims im Jahr 1918 wurde die Basis für den Standort des Diakoniewerks in Wels und für ein umfassendes und zeitgemäßes Angebot für Menschen im Alter gelegt.

 

1918 hat das Diakoniewerk das Haus in der Dr. Schauerstraße 5 von der Stadt Wels angekauft und es damals noch als „Evangelisches Altenheim“ unter der diakonischen Leitung von Schwester Rosa Besold eingeweiht. Bis in die frühen 80er-Jahre wirkten Diakonissen an diesem Ort, an ihre Stelle traten nach und nach weltliche Mitarbeitende.

Mit der Zeit gehen, neue Entwicklungen aufgreifen und rechtzeitig erkennen - darin lag schon immer der Geist des Hauses begründet. So erforderten einige Entscheidungen am Standort ein gehöriges Stück Innovationsgeist und vor allem: Mut. Damit das geplante, damals neuartige Wohnkonzept „Hausgemeinschaften für Menschen im Alter“ verwirklicht werden konnte, war es notwendig, die baulichen Voraussetzungen zu schaffen. 2004 erfolgte der Spatenstich für den Neu- und Umbau und die Umbenennung in „Haus für Senioren Wels“.

 

Vielfältiges Angebot an einem Standort

So hat sich das Haus für Senioren über die Jahre zu einem Kompetenzzentrum für Menschen im Alter etabliert. Neben den Hausgemeinschaften spiegeln die vielen Angebote an diesem Standort die vielschichtigen Bedürfnisse der SeniorInnen wieder. Tagsüber in anregender Gesellschaft, abends zurück in den eigenen vier Wänden. Ältere Menschen, die zu Hause oder bei den Angehörigen leben und untertags Betreuung benötigen, finden in der Tagesbetreuung ganzheitliche Unterstützung. Die Anlaufstelle soll betreuende Angehörige entlasten und richtet sich vor allem an Menschen mit Demenz.

 

In 12 Wohnungen wird zusätzlich das Service „Wohnen mit Betreuung“ angeboten. Hier steht den BewohnerInnen eine Notrufversorgung rund um die Uhr und direkt in den stationären Bereich des Hauses zur Verfügung. Mit der Einsatzzentrale von Diakonie.mobil wird ein großes Gebiet von Wels betreut. Und auch für gut ausgebildeten Nachwuchs ist gesorgt: In der Schule für Sozialbetreuungsberufe wird die nächste Generation der Fach- und Diplom-SozialbetreuerInnen Altenarbeit für viele Träger ausgebildet. Das öffentliche Café „Me:lounge“ im Haus für Senioren Wels ist ein Treffpunkt und bietet Raum für Begegnungen.

 

Das Angebot im Haus für Senioren Wels sorgt für eine Teilhabe am Alltag und bietet die Möglichkeit sich einzubringen. So ist Selbstständigkeit gegeben, wo sie erwünscht und möglich ist mit professioneller Pflege und Betreuung rund um die Uhr. Individualität und eine bedürfnisorientierte Betreuung stehen im Vordergrund. „Im Haus für Senioren Wels erleben wir eine schöne und lebendige Verwirklichung unseres Leitsatzes, dass wir im Wissen um unsere Geschichte zukunftsorientiert arbeiten“, so Mag. Josef Scharinger Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks.