20.04.2020

Großes Engagement für Bewohner*innen des Diakoniewerks

Die Corona-Zeit ist eine Herausforderung – für die Bewohner*innen und Klient*innen, für Angehörige und für die Mitarbeiter*innen des Diakoniewerks. Doch mit vielen kreativen Ideen und großem Engagement bauen die Menschen Brücken.

Jeden ersten Donnerstag im Monat beglückt Operettensänger Gunter Köberl die Senior*innen im Haus für Senioren Wels mit musikalischen Schmankerln. Und davon hält ihn auch Corona nicht ab. Kurzerhand sang er im Garten vom Haus für Senioren Wels für die Bewohner*innen fünf Stücke und freute sich über gesangliche Begleitung von den Balkonen herab. Im Haus für Senioren Bad Zell spielte Stefan Kern von der „Quetschn Academy“ einen Frühschoppen mit der Steirischen Harmonika für die Bewohner*innen . Über einen Beamer waren alle live dabei. Liederwünsche wurden gerne entgegengenommen und Songs wie „Sierra Madre“ haben den Bewohner*innen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. "Für manche Bewohner*innen ist die aktuelle Situation schwer. Doch der musikalische Vormittag hat alle begeistert. Es ist schön zu sehen, wie mit diesen kleinen Gesten so viel Freude bewirkt werden kann“, so Barbara Haslhofer, Mitarbeiterin im Haus für Senioren Bad Zell.

 

Mit Technologie gegen Einsamkeit

Um gemeinsam stark durch die Corona-Zeit durchgehen zu können und der Einsamkeit vorzubeugen sind vor allem auch die digitalen Medien wichtig. Das Diakoniewerk hat dafür Tablett-Spenden erhalten und kann sich die Technologie zu Nutzen machen: Video-Anrufe übers Tablett und Handy. Zuerst waren einige der Angehörigen skeptisch: nicht jeder weiß, wie das geht. Aber gemeinsam haben wir es geschafft und so kann auch ohne physischen Kontakt für ein bisschen mehr Freude im Alltag gesorgt werden.

 

Briefe und Frühlingsboten für die Bewohner*innen

Viel Post haben die Bewohner*innen in unseren Einrichtungen erhalten. Darunter waren tolle Zeichnungen, Schokolade und nette Briefe mit aufbauenden Worten. Aber auch Blumen wurden gespendet und Süßigkeiten vor den Einrichtungen abgegeben. Die Blumen bringen Frühling ins Haus und zaubern ein Lächeln in die Gesichter. „Die Nachbarschaft ist sehr bemüht. Das freiwillige Engagement ist groß und die Bewohner*innen freuen sich zu sehen, wie viele Menschen an sie denken“, so Johannes Strasser, Leiter des Haus für Senioren Mauerkirchen. Aber nicht nur die Bewohner*innen erhalten Aufmerksamkeiten – die Nachbarschaft zeigt mit Botschaften und Transparenten, die an den Balkonen hängen, auch ihren Dank gegenüber den Mitarbeiter*innen des Diakoniewerks. Ein kleiner Motivationsschub für die Mitarbeiter*innen, die jeden Tag viel geben.

 

Weil wir an euch denken

„Unsere Mitarbeiter*innen geben jeden Tag das Beste, um den Bewohner*innen die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir hoffen, dass dieser Ausnahmezustand bald zu Ende geht, alle gesund bleiben und wir schnell zu einem normalen Alltag zurückkehren können“, so Daniela Palk, Geschäftsführerin Diakoniewerk Oberösterreich. Und um die Vorfreude bis es zu einem Wiedersehen kommt in den geschlossenen Einrichtungen etwas zu verkürzen, haben Mitarbeitende der Tagesbetreuung für Senior*innen, der Kinderbetreuungseinrichtungen und aus den Betrieben für die Mitarbeiter*innen mit Behinderung Videobotschaften erstellt. Damit wollen sie zeigen, dass sie die vielen schönen und herzlichen Momente vermissen und es ein Stück leichter machen mit dem neuen Alltag umzugehen.