16.10.2019

Zehn Jahre Kulinarium Eurotours

Kitzbühel

Ein besonderes Kooperationsjubiläum feiern in diesen Tagen das Tourismusunternehmen Eurotours und das Diakoniewerk Tirol: Vor zehn Jahren initiierten sie integrative Beschäftigungsplätze und eine Berufsvorbereitung für junge Menschen in der Eurotours-Betriebskantine in Kitzbühel.

Wie selbstverständlich, erfolgreich und harmonisch man Integration im Alltag leben kann, zeigt die Berufsvorbereitung Kulinarium Eurotours in Kitzbühel. Dort wird seit zehn Jahren gemeinsame Sache gemacht. „Wir waren auf der Suche nach integrativen Arbeitsplätzen für junge Menschen, die etwas mehr Unterstützung im Arbeitsalltag brauchen“, erklärt Stephan Mader, Bereichsleiter Behindertenarbeit im Diakoniewerk Tirol. Zeitgleich suchte Eurotours einen Kantinenbetreiber für die neue Zentrale. Nach einigen Gesprächen war man sich einig: Das Kulinarium des Diakoniewerks wickelt die gesamte Mittagsverpflegung in der Betriebskantine ab.

 

Rund 300 Mitarbeiter arbeiten am Eurotours-Standort in Kitzbühel und können täglich zwischen drei Mittagsmenüs wählen, die von rund zehn Kulinarium-Mitarbeitern täglich frisch zubereitet werden. Für Eurotours, den größten Direkt-Reiseveranstalter Österreichs, ist diese Kooperation eine große Bereicherung: „Das Kulinarium ist aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken“, sagt Helga Freund, Geschäftsführerin Eurotours. „2009 haben wir die neue Geschäftszentrale der Eurotours in der Kirchbergerstraße in Kitzbühel eröffnet und es war die absolut richtige Entscheidung, das Kulinarium mit an Bord zu holen.“

 

Fokus auf Berufsvorbereitung

2015 adaptierte man das Konzept und legt seither den Fokus auf die Berufsvorbereitung. „Ziel ist, dass wir die jungen Menschen innerhalb von fünf Jahren soweit stärken und fördern, dass sie am ersten Arbeitsmarkt eine Chance haben“, sagt Stephan Mader. Sechs junge Menschen, die etwas mehr Unterstützung brauchen bzw. nicht so leicht lernen, erhalten in der Betriebskantine einen guten Überblick über die verschiedenen Arbeitsaufgaben in einer Großküche, im Service und im Verkauf. Nachmittags fördern die Fachkräfte des Diakoniewerks das theoretische Wissen.

Das Besondere an diesem Konzept ist die zusätzliche Begleitung durch einen Jobcoach. „Der Jobcoach hilft den jungen Menschen bei Fragen zu Bewerbungen und stellt Firmenkontakte für Praktika her“, erklärt Mader. Das Konzept zeigt Erfolge. „Die tägliche Integration, das selbstverständliche Mitarbeiten je nach Fähigkeiten sowie die Erfahrungen im Rahmen von Praktika stärken das Selbstvertrauen der jungen Menschen enorm“, berichtet Stephan Mader.