Für ein gutes Leben mit Demenz

Vieles schwindet. Aber nicht die Fähigkeit, das Leben zu genießen.

Wir wollen über das Thema Demenz informieren und das negative Bild des Vergessens aufbrechen. Denn Menschen mit Demenz sind mehr als ihre Krankheit. Viel mehr. 

Beratung bei einer Tasse Kaffee

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Beratung im Café ist ein niederschwelliges Angebot für Menschen, die sich zum Thema Demenz informieren wollen. Der Erfolg gibt der Aktion Recht. Viele Angehörige suchen erst nach Hilfe, wenn sie am Ende ihrer Kräfte sind, daher sollen Angehörige und Betroffene früh erreicht und ihnen dadurch Orientierung gegeben werden.

Clicken Sie hier und lernen Sie das Angebot von "Leben mit Demenz | Beratung" aus Graz kennen.

Demenzberatungsstelle Graz

Wer hat mir meine Kette gestohlen?

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Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz sind manchmal schwer nachvollziehbar. Umso notwendiger ist es, hinter die Fassade zu blicken.

Ein Bericht von Bernadette Mairinger, Pflegedienstleiterin im Haus für Senioren Mauerkirchen - clicken Sie hier!

Kette als Erinnerungsstück
„Schmetterlinge im Kopf“ – eine Tierisch gute Sache!
Produktfoto Tierisch gute Sache Rucksack

Helfen Sie mit, dass Menschen mit Demenz ein würdevolles Leben ermöglicht wird! Entscheiden Sie sich für das Hilfspaket „Schmetterlinge im Kopf“  und erhalten Sie einen Rucksack mit einem Motiv der Künstlerin Johanna Rohregger!

Das Diakoniewerk bietet mit der Aktion „Tierisch gute Sache“ Geschenkmöglichkeiten mit Sinn, die Menschen in Notlagen unterstützen und Ihren Liebsten Freude bereiten. Neben der Möglichkeit zu spenden, erwerben Sie ein „tierisch gutes Produkt“.

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Hausgemeinschaften mit Leben füllen

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Individualität, familiäre Atmosphäre und an den persönlichen Bedürfnissen orientierte Pflege und Betreuung zeichnen die Hausgemeinschaften aus. „Die Überschaubarkeit, die Kleinheit und die am normalen Alltag orientierten Abläufe ermöglichen vor allem Bewohnerinnen und Bewohnern mit Demenz Wohlbefinden“, erklärt Martin Löfler, Mitarbeiter im Kompetenzmanagement Seniorenarbeit. „Es gibt Betreuungssituationen da stoßen wir auch in den Hausgemeinschaften an unsere Grenzen“, berichtet Martin Löfler. Gemeint ist die Herausforderung im Miteinander von BewohnerInnen mit und ohne Demenz, wenn das Verhalten von Menschen mit Demenz von anderen als belastend angesehen wird. 

Menschen im Alter können einen Tagesablauf orientiert am normalen leben zuhause erfahren

Stabilität und Routine sind wichtig! Menschen, die an Demenz erkranken verändern sich und sind vermehrt auf die Unterstützung anderer angewiesen. Johannes Strasser hat als Regionalleiter der Seniorenarbeit Innviertel viel Erfahrung in der Begegnung mit Menschen mit Demenz.

Hier gelangen Sie zum Interview!

Hausleitung im Gespräch mit Bewohnerin, Haus für Senioren Mauerkirchen

Sie haben Interesse an weiteren Geschichten und Themen?

Wenn Sie sich noch weiter vertiefen und interessante Geschichten für ein "Gutes Leben mit Demenz" lesen möchten, clicken Sie einfach hier!

Tipps für den Alltag und für die Begegnung mit Menschen mit Demenz

Am besten gehen Sie von vorne auf den Menschen mit Demenz zu, kündigen den Kontakt durch Begrüßungsworte an und sprechen die Person mit ihrem Namen an. Körperkontakt in Form von Hand reichen, Oberarm streicheln, kann den Kontakt erleichtern. 

Verwenden Sie kurze, einfache Sätze. Am besten stellen Sie Fragen, die mit einem ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ beantwortet werden können. Verzichten Sie auf Wissensfragen (beispielsweise „Was hast du heute Mittag gegessen?“). Beachten sie Gestik und Mimik des Gegenübers und unterstreichen Sie selber Ihre Sprache durch Gestik und Mimik. Bleiben Sie während des Gesprächs in Blickkontakt.

Kündigen Sie alle Handlungen an, indem Sie konkret beschreiben, was Sie tun. Beispiel: „Ich schiebe dich gleich im Rollstuhl in die Küche“.

Lassen Sie ausreichend Zeit. Menschen mit Demenz  brauchen mehr Zeit, um Worte oder Handlungen zu verstehen und zu deuten. 

Vertrautes und Nähe schaffen Wohlbefinden: Oft wecken gerade Gegenstände aus den jungen Erwachsenenjahren mehr Erinnerungen und Wiedererkennung als Gegenstände der jüngeren Vergangenheit. So können sich Menschen mit Demenz vielleicht eher am eigenen Hochzeitsfoto als am Foto des Pensionistenausfluges wiedererkennen.

„Spiegeln“ Sie gesprochene Aufforderungen.  Bsp: setzen Sie sich gemeinsam mit der Person hin.

Vermeiden Sie Zurechtweisungen oder Korrekturen.  Das Gefühl nicht verstanden oder ernst genommen zu werden kann Angst, Trauer, Wut und Abwehr auslösen.

Wir blicken in die Praxis!
Wir alle können dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz dabei und mittendrin sind. Wir können uns über Demenz informieren und Verständnis für die Betroffenen entwickeln. Wir können sie aktiv einbeziehen und unseren Blick auf den Menschen richten – nicht auf die Krankheit.

Hören Sie hinein in diesen Radiobeitrag zur Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz in Graz 

Interview mit Ingrid Ferstl, Leitung Tagesbetreuung

Mehr Informationen

Argumentarium Nr. 2: Gutes Leben mit Demenz (2016)
570.59 KB
10 Punkte_Pflege und Betreuung_Diakonie
1.92 MB
Tipps für den Umgang mit Menschen mit Demenz.pdf
192.21 KB

Den Blick auf den Menschen richten

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Demenz gilt in der Medizin als Erkrankung - was oftmals dazu führt, dass Betroffene hinter ihrer Krankheit verschwinden. Auch wenn kognitive Fähigkeiten im Verlauf verloren gehen, bleiben emotionale Erinnerungen und Fähigkeiten umfassend erhalten. Demenz ganzheitlich zu betrachten und die Menschen dort zu unterstützen, wo es notwendig ist, ihnen zuzuhören und gemeinsam Wege für eine gute Betreuung zu finden, ist daher wichtig. Am normalen Leben teilhaben können und Teil der Gesellschaft sein - das wünschen sich Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Sie möchten ihren Alltag selbst gestalten, ihren gewohnten Hobbies nachgehen und im Freundeskreis und in der Gemeinde aktiv bleiben.

Leben mit Demenz hat viele Gesichter

Betroffene in ihrem lebenswerten Leben unterstützen

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Das Thema Demenz ist in der Gesellschaft oftmals ein Tabu-Thema. Doch Demenz geht uns alle an! Angehörige aber auch die Bevölkerung können Betroffene in einer selbstbestimmten Lebensgestaltung unterstützen. Dr. Aschenbrenner erklärt, wie die Unterstützung von Betroffenen aber auch Angehörigen konkret aussehen kann. Clicken Sie hier, um zum Interview zu gelangen. 

Zwei SeniorInnen halten sich an den Händen.

Auch noch interessant: Zahlen und Fakten

Derzeit leben ca. 130.000 Betroffene in Österreich. Bis 2050 rechnet man mit einem Verdoppeln der Zahl. Folgendes Bild lässt aufhorchen und zeigt auf,  dass wir uns gesellschftlich betrachtet mit Demenz mehr und mehr auseinandersetzen müssen und gute Formen in der Begleitung und Begegnung brauchen. "Leben mit Demenz" in der Mitte der Gellschaft und nicht daneben.

 

74 % sind überzeugt, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen aufgrund der Diagnose Kontakte verlieren

48 % würden eine etwaige Diagnose Demenz geheim halten

25 % meinen, dass im öffentlichen Verkehr Rücksicht auf Betroffenen genommen wird

30 % empfinden eine Begegnung mit von Demenz Betroffenen als unangenehm (jedoch nur 21 %, die persönlichen Kontakt zu Betroffenen haben)

63 % macht der Gedanke an Pflege und Betreuung eines Menschen mit Demenz Angst (jedoch nur 50 %, wenn der Befragte Betroffene persönlich kennt)

 

(Ergebnisse des neuen Sozialbarometers 09/2018 - einer in Zusammenarbeit mit SORA durchgeführten sozialpolitischen Umfrage)