Ein Teil der Lebenswelt sein können.

Die Pflege ist ein vielfältiges Berufsbild in den unterschiedlichsten Bereichen der Sozialen Arbeitsfelder. Am Internationalen Tag der Pflege rücken wir einige unserer Kolleg*innen in den Blickpunkt - denn die Pflege hat viele Gesichter.

Bernadette Mairinger ist eine von ihnen. Sie ist Pflegedienstleitung im Haus für Senioren in Mauerkirchen (OÖ).

 

 

Begleiten für ein selbstbestimmtes Leben

Bernadette Mairinger ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP) im Haus für Senioren des Diakoniewerks in Mauerkirchen. Bei einem eigenen längeren Krankenhausaufenthalt in der Kindheit, ohne Beisein einer Vertrauensperson, konnte sie schon früh erfahren, welche intensive Beziehungsrolle betreuende (Kinder-)Krankenpfleger*innen spielen können. Ihr Berufswunsch war plötzlich ganz klar. Nach der Ausbildung zur DGKP arbeitete Frau Mairinger im Krankenhaus.

 

Nach Genesung der Patient*innen stellte sie sich oft die Frage, was aus den Personen geworden war. Ging es ihnen gut? Reichte die Beratung aus? „Es wuchs bei mir der Wunsch, nicht nur der Notfallversorger zu sein, sondern den Menschen hinter der Krankheit näher kennenlernen zu können bzw. auch länger begleiten zu können“, so Mairinger. Neugierig nach Veränderungen wechselte sie vom Krankenhaus in das Haus für Senioren Mauerkirchen. Angetan von der Idee, dass Menschen im Alter, egal wie ausgeprägt der Bedarf nach Betreuung und Pflege auch sei, in Kleingruppen so normal wie möglich ihren Lebensabend verbringen können, wechselte sie in eine völlig andere Welt der Betreuung und Pflege, als sie diese vom Krankenhaus her kannte.

 

„Ich habe nun die Gelegenheit, in die Lebenswelt der Senior*innen einzutauchen und Teil davon zu werden. Nicht mehr die Gesundheitsförderung, das Genesen, allein steht nun im Vordergrund, sondern das Erreichen der höchstmöglichen Lebensqualität im Alter“, sieht Mairinger ihre Tätigkeit umfassend. Schichtdienst, körperliche Anstrengung und Krisen-Situationen machen den Beruf der DGKP anspruchsvoll, auf sich selbst zu schauen und einen Ausgleich zu finden ist daher wichtig. Dennoch ist Bernadette Mairinger überzeugt: „Ich bin dort angekommen, wovon ich immer träumte. Dem Menschen nahe zu sein, ihn in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und ihm professionell auf Augenhöhe zu begegnen.“

Teaser in neuem Tab

Nein