Musik und Demenz

Musik spricht Menschen mit Demenz auf besondere Weise an und bietet eine einzigartige Möglichkeit, mit ihnen in Beziehung zu treten. Wie Betroffene, Angehörige bzw. Pflegepersonen sich dies zunutze machen können, weiß Expertin Judith Asamer. 

Seniorin und Angehörige beim Klavierspielen

Musik hat viele Facetten und Wirkungsweisen. Abhängig von Faktoren wie Rhythmik, Laustärke oder Klang kann Musik verschiedene Gefühle auslösen, für Unterhaltung und Ablenkung sorgen oder sogar den Pulsschlag beeinflussen.

 

Auch bei Menschen mit Demenz ruft Musik unterschiedliche Reaktionen hervor und ermöglicht außerdem einen speziellen Zugang. „Gemeinsam gehörte, gestaltete oder erlebte Musik hilft sehr, wenn man mit Menschen mit Demenz in Beziehung treten will. Wichtig dabei ist, mit viel Empathie zu handeln. Es gilt zuerst herauszufinden, welche Musik, in welcher Situation, wie auf Betroffene wirkt und dann die richtigen Rhythmen und Klänge auszuwählen“, erklärt Judith Asamer, die unter anderem zertifizierte Singleiterin für Gesundheits- und Krankeneinrichtungen und Leiterin eines integrativen Chors ist. „Musik kann außerdem helfen, Menschen mit Demenz ins hier und jetzt zurückzuholen“, erklärt Asamer. Im Mittelpunkt sollte beim Einsatz von Musik aber kein bestimmtes Ziel stehen. Viel mehr Freude bereitet es, die besonderen, gemeinsamen Momente, die Musik hervorrufen kann, einfach zu genießen.

 

Mehr zum Thema erzählt Expertin Judith Asamer in einem Vortrag der Demenzberatung Salzburg unter dem Titel "Musik trifft Demenz" am Donnerstag, den 20. September 2018, in der Lebenswelt Aigen, Olivierstraße 10, 5026 Salzburg.