29.06.2018, 09:00
24. Diakonie-Dialoge
Salzburg, St. Virgil

"Verwirrt, verrückt, verloren?"

Halt und Orientierung geben bei Demenz und anderen psychischen Erkrankungen im Alter

 

Die diesjährigen Diakonie-Dialoge stellen psychische Erkrankungen im Alter in den Mittelpunkt. Dazu gehört auch Demenz – eine Krankheit die Ängste und Verunsicherung hervorruft.

 

Der angemessene Umgang mit diesen Erkrankungen ist zu einer besonderen Herausforderung für MitarbeiterInnen in der stationären aber auch in der mobilen Pflege und Betreuung geworden. Oft stellt sich die Frage: „Was kann in solch herausfordernden Situationen Halt und Orientierung geben?“

 

Die Beiträge der Referenten der Diakonie-Dialoge 2018 bieten ein breites Spektrum an Informationen zu diesem Thema, die vom Aufzeigen moderner Betreuungsperspektiven bis hin zu ganz persönlichen, reflektierten Erfahrungen aus dem Alltag reichen.

 

Die Diakonie-Dialoge sind im Sinne der Fortbildungsverpflichtung im Rahmen des Sozialbetreuungsberufegesetzes und als Fortbildung im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung gemäß § 63 GuKG anrechenbar.

ReferentenInnen

"Demenz 2.0: Was steht an?"
Peter Wißmann

"Demenz 2.0: Was steht an?"

Die alte Forderung ist erfüllt: Demenz ist ein breit wahrgenommenes und diskutiertes Thema geworden. Die ‚Klassiker‘ Information, Aufklärung und Betreuung reichen nun aber nicht mehr aus, um dem Thema angemessen zu begegnen. Neue Perspektiven und Handlungsansätze werden benötigt.Wie schauen diese aus?

 

Zur Person:
Peter Wißmann ist Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Demenz Support Stuttgart und Herausgeber von demenz. DAS MAGAZIN. Er gehört dem Vorstand der Aktion Demenz e.V. an und leitet KuKuK-TV, einen YouTube- Kanal, in dem die Perspektive von älteren und von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im Vordergrund steht. Zudem ist er im gesamten deutschsprachigen Raum als Buchautor, Vortragender und Moderator aktiv

„Mobile Psychiatrische Pflege für SeniorInnen in Tirol“ – 20 Jahre aufsuchende Pflege und Betreuung für Menschen mit Demenz und psychiatrischen Erkrankungen.
Mag.a Gertrud Geisler-Devich

„Mobile Psychiatrische Pflege für SeniorInnen in Tirol“ – 20 Jahre aufsuchende Pflege und Betreuung für Menschen mit Demenz und psychiatrischen Erkrankungen.

Was für Rahmenbedingungen hat diese spezialisierte Pflege, welche Ansätze werden verfolgt, welche Erfahrungen prägen das tägliche Tun? Sozialpsychiatrie für ältere Menschen – ist das überhaupt umsetzbar? Sind spezialisierte TagesTherapieZentren für ältere verwirrte, verrückte und verlorene Menschen sinnvoll und notwendig?

 

Zur Person:
Mag.a Gertrud Geisler-Devich ist Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, 20 Jahre freiberufliche Mitarbeiterin beim Psychosozialen Pflegedienst Tirol; Juristin seit 2008, seit 2010 leitende Funktion beim Verein VAGET, seit 2015 Geschäftsführerin; freiberufliche Referentin im Gesundheits- und Sozialbereich; Vorstandsmitglied ARGE Mobile Pflege Tirol

"Sich orientieren - nicht nur wichtig für Menschen mit Demenz!"
Detlef Rüsing BScN MScN

"Sich orientieren - nicht nur wichtig für Menschen mit Demenz!"

„Nur wer sich selbst pflegt, kann auch Andere pflegen.“ Dieser Satz lässt sich auch auf das Thema „Orientierung bei Demenz“ übertragen. Nur wer selbst orientiert ist, kann andere bei der Orientierung unterstützen. Wenn Beziehungsarbeit und echter, nährender Kontakt zwischen Demenzerkrankten und Pflegenden die wesentlichen Einflussfaktoren für Phasen von Wohlbefinden trotz Demenz sind, ist es wichtig, sich zu fragen, was Orientierung bei beiden Kontaktpartnern schafft oder diese gar untergräbt.

 

Zur Person:
Detlef Rüsing BScN MScN ist examinierter Altenpfleger und Pflegewissenschaftler und leitet das Dialog- und Transferzentrum Demenz an der Universität Witten/Herdecke. Weiters ist er Herausgeber der Fachzeitschrift „pflegen: Demenz“ und ist ein gefragter Redner mit Lehraufträgen an Hochschulen im In-und Ausland. Schwerpunkte seiner Tätigkeit im Themenfeld der „Versorgung Demenzerkrankter“ sind der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis sowie die Durchführung von Studien zur Lebensqualität von Menschen mit Demenz.

"Dagegenreden ist sinnlos - keep calm and carry on."
Ulrike Makomaski

"Dagegenreden ist sinnlos - keep calm and carry on."

Ulrike Makomaski erzählt, wie sich ihr Leben mit ihrem Mann durch die Diagnose „Alzheimer“ veränderte. Sie musste einiges dazulernen, auch über sich selbst. Trotz allem ist sie dankbar für diese Zeit.

 

Zur Person:
Ulrike Makomaski ist aufgewachsen in Wien, ausgebildete Kindergärtnerin und Horterzieherin, 4 Jahre Aufenthalt im Ausland (Griechenland und England), nach der Rückkehr berufliche Tätigkeit im Auslandsbereich einer Bank, vor allem im Exportfinanzierung- und Versicherungsbereich. Begleitet derzeit ihren Mann, der an Alzheimer erkrankt ist.

Mehr Informationen

Wißmann_DiakonieDialoge2018.pdf
386.31 KB
Geisler-Devich_Diakonie-Dialoge2018.pdf
1.07 MB
Makomaski_Diakonie-Dialoge2018.pdf
85.5 KB

Vorträge zum Nachhören

Peter Wißmann

Demenz 2.0: Was steht an?

Mag.a Gertrud Geisler-Devich

Mobile Psychiatrische Pflege für SeniorInnen in Tirol – 20 Jahre aufsuchende Pflege und Betreuung für Menschen mit Demenz und psychiatrischen Erkrankungen

Detlef Rüsing, BScN MScN

Sich orientieren – nicht nur wichtig für Menschen mit Demenz!

Ulrike Makomaski

Dagegenreden ist sinnlos – keep calm and carry on.

Ansprechpartnerin für inhaltliche Rückfragen

Mag.a Andrea Bauer BSc
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