#wirsindkreativ

Die Corona-Krise ist eine große Herausforderung. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Angehörige und für Bewohnerinnen und Bewohner. Geschlossene Einrichtungen, Besuchsverbote, Beratung aus dem Home-Office - das Coronavirus schafft eine große räumliche Distanz. Gerade in dieser Zeit zeigt sich, wie Mitarbeiter*innen im Diakoniewerk mit kreativen Ideen Brücken bauen.

Ob Operettengesang im Garten, Video-Frühshoppen über Leinwand, Gottesdienst im Freien, Gedichte und Musikstücke zum Thema Corona, etc. – Gestaltungsfreiraum und Kreativität kann im Diakoniewerk gelebt werden. Es ist sogar erwünscht.

Karikaturen erheitern

karikaturen-erheitern-

Rainer Likar, Teamleitung in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Salzburg, ist schon lange für seine Karikaturen bekannt. In Krisenzeiten hat er mit seinen Bildern die Gemütslage vieler Menschen eingefangen. Lesen Sie mehr: Rainer Likar im Interview.

Karikatur "Home Office" von Rainer Likar - Diakoniewerk Salzburg

Online-Frühschoppen auf Leinwand

online-frühschoppen-auf-leinwand

Barbara Haselhofer, Mitarbeiterin im Haus für Senioren Bad Zell, nimmt seit einem Jahr Unterricht auf der Steirischen. Jetzt hatte sie eine großartige Idee, um den BewohnerInnen den Alltag zu verschönern: kurzerhand spielte ihr Harmonika-Lehrer Stefan Kern von der "Quetschn Academy" einen Frühschoppen für die BewohnerInnen und nahm Liederwünsche entgegen. Über den Beamer waren alle begeistert dabei! "Manche Bewohner leiden unter der jetzigen Situation sehr. Der Frühschoppen hat vielen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Noch am Abend waren einige sehr gerührt. Es erfüllt mich sehr, in Zeiten wie diesen mit relativ kleinem Aufwand so viel bewirken zu können", sagt Mitarbeiterin Barbara Haselhofer.

Haus für Senioren Bad Zell Harmonika

Michaela, Kurt, Waltraud und Hermann werden zu „Quarantänetexter*innen“ und schreiben Texte, um mit dem Thema Corona umgehen zu lernen. Aus ihren Texten entsteht ein T-Shirt, das an diese Zeit erinnern soll. Lesen Sie  mehr

 

Hoffnungsträger Hermann - der Herr Corona kann seine Koffer packen - Hoffnungsträgergeschichten aus dem Diakoniewerk

Andachten, Musik und Gesang sorgen für Abwechslung

In den Gärten der Einrichtungen finden Konzerte und Andachten von Mitarbeitenden und im Diakoniewerk freiwillig Engagierten statt.

 

So zum Beispiel Gunter Köberl, Operettensänger aus dem Salzkammergut: Er ist seit Jahren regelmäßiger und gern gesehener Gast im Haus für Senioren Wels. Unter dem Motto "Lieder bringen Erinnerung" singt er immer am ersten Donnerstag des Monats Auszüge aus bekannten Operetten oder erzählt beispielsweise aus Schuberts "Müller Zyklus". Er sorgt somit für eine musikalische Serie exklusiv für die BewohnerInnen.

Von diesem regelmäßigen Besuch hält ihn auch das Corona-Virus nicht ab: im Garten des Hauses für Senioren Wels sang er lautstark – mit kleiner technischer Unterstützung – wie gewohnt für die BewohnerInnen des Hauses für Senioren und blieb damit seinen Fans treu.

Die Bewohner*innen lauschten von den Balkonen den insgesamt fünf Stücken und begleiteten gesanglich von den Balkonen herab.

Die Stimmung war ausgelassen wie schon lange nicht mehr. Applaus wurde zum Anfang des Konzerts für Hausleiter Manfred Schmidhuber und sein gesamtes Team, den Pflegerinnen und Pflegern, und für den Hausarzt gegeben. "Sie sind jetzt unsere Helden und verdienen Dank, Hochachtung und Respekt! Es ist mir immer eine Ehre, einen kleinen Beitrag zur Lebensfreude leisten zu dürfen. Was aber ganz besonders wichtig ist - wir konnten unseren Termin halten, ein kleiner Sieg gegen das 'Corona Lüfterl'", sagt Gunter Köberl.

Auch Theater Malaria schickt Botschaften

auch-theater-malaria-schickt-botschaften

Literaten und Schauspieler der Kunstwerkstatt - Theater Malaria melden sich mit Videobotschaften und Musikeinlagen zu Wort.

 

 

  • Neue Kommunikationsstrukturen halten schnell Einzug in den Arbeitsalltag: Dienstübergaben per Telefon und Zoom und Videokonferenzen für Abstimmungstermine werden zum „Must have“.

Teaser in neuem Tab

Nein